Ein Mal im Monat präsentieren wir im Monthly Dreizeiler, was uns in letzter Zeit inspiriert hat, oder sogar augenöffnend war. Damit unser Blick dabei nicht von gedanklichen Scheuklappen eingeengt wird, sondern immer schön offen bleibt, gibt es hier auch Dreizeiler von unseren Co-Autor*innen. Diesmal von Emely.

Achtung: Diesen Monat ist es sehr filmlastig.

Bunte Bergarbeiter

Filmempfehlung: PRIDE von Matthew Warchus

Großbritannien in den 80er Jahren – Im Zuge der Privatisierungswelle unter Margaret Thatcher droht vielen Minenarbeiter in ländlichen Regionen der Verlust ihrer Lebensgrundlage. Doch im Sommer 1984 bildet sich eine besondere Allianz, mit der keiner gerechnet hat. Aktivisten der Homosexuellen Bewegung in London entdecken, dass sie etwas mit den Minenarbeitern gemeinsam haben: Sie alle leiden unter Thatchers reaktionärer Politik. Auf der Gay Pride Parade sammeln sie unter dem Motto Lesbians and Gays Support the Miners (LGSM) Spenden für die streikenden Bergleute und solidarisieren sich so mit deren Angehörigen. Die Kumpel jedoch sind nicht sofort begeistert von der Unterstützung.

 

Mehr will ich an dieser Stelle aber gar nicht verraten. Nur soviel: Pride ist einer meiner Lieblingsfilme und sprüht vor positiver Energie. Der Film von 2014 schafft es, mit geschmackvollem Witz gleich mehrere ernste Themen wie Diskriminierung und soziale Ungleichheit zu behandeln. Er besticht durch liebenswerte Charaktere. Die skurrile Geschichte nach einer wahren Begebenheit trifft mich immer wieder mitten ins Herz, und stimmt mich trotzdem hoffnungsvoll. Gemeinsam kann man etwas bewegen! Das passt hervorragend zu unserem Themenmonat im Juni, der Solidarität von vielseitigen Seiten beleuchten wird. Wer sich gut unterhalten und inspirieren lassen möchte, wird Pride lieben. Abgesehen von der großartigen Story überzeugt der Film übrigens auch durch einen grandiosen 80er Jahre Soundtrack – riesiger Bonus.
– Emely

 

How to become Master of transformation

Ein paar Worte über unseren Masterstudiengang

Wer transitioneer liest, uns aber nicht persönlich kennt, wollte möglicherweise schon länger einmal wissen, was wir hier im hohen Norden Deutschlands eigentlich studieren. Jetzt beginnt die Bewerbungsphase für das neue Semester unseres Studienganges und ich nutze die Kürze des Monthly Dreizeilers, um es einmal zu umreißen:   

Unser Masterstudiengang Transformationsstudien an der Europa-Universität Flensburg beschäftigt sich mit all den Krisen, die uns umgeben und versteht diese in ihren Zusammenhängen mit dem Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell der Gegenwart. Es geht um Erderwärmung, Artensterben, Ressourcenverknappung, steigende soziale Ungleichheit, Exklusion und Entfremdung – und es geht darum Wege zu finden, wie wir aus diesen Schlamasseln wieder herausfinden. Dazu untersuchten wir im ersten Semester der Gegenwartsdiagnosen die aktuellen Krisen. Im zweiten Semester analysierten wir mittels historischer Rekonstruktionen die Ursprünge dieser, um dann im dritten Semester lösungsorientiert auf Zukunftsperspektiven zu blicken. Den Abschluss davon bildet dabei die selbstorganisierte Studiengangskonferenz, von der wir euch schon im Februar berichtet haben. 

2019-01-17 12-48-27 Zukunft(s)gestalten (DSC_4027)
Die Studiengangskonferenz „zukunft(s)gestalten“ im Januar fotografiert von Bendix Vogel

In den letzten beiden Jahren sind wir dabei zu Masterkritiker*innen und Masterveränderer*innen zugleich geworden. Wir haben viel über Forschungs- und Praxismethoden gelernt, mit denen wir jetzt und in Zukunft eine bessere Welt gestalten (wollen) – trans- und interdisziplinär. Der Rundumblick  zeichnet uns aus. Deshalb ist das Studium auch so aufgestellt, dass Bachelorabsolvent*innen der unterschiedlichsten Fachrichtungen sich bewerben können.

Der, zugegebenermaßen etwas kitschige, Studiengangsfilm. Vielleicht entdeckt ihr darin auch Laura oder mich 🙂

Wenn ihr mehr von der Welt wollt als “Ja und Amen” und stattdessen die Gesellschaft zukunftsfähig mitgestalten wollt, könnte das was für euch sein. Macht euch schlau auf der Webseite des Studienganges, schreibt bei Fragen der Studiengangskoordinatorin Maike Böcker eine Mail und bewerbt euch. Die Pforten sind seit dem 15. Mai geöffnet. – Emma

Kino für die Zukunft

Veranstaltungstipps für Flensburg 

Das Transformative Denk- und Machwerk – ein junger, flensburger Verein in Gründung – verfolgt das Ziel, Wissen um sozial-ökologische Transformation aus dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm heraus in die Stadtgemeinschaft zu tragen. 

Als allererstes unterstützt das Transformative Denk- und Machwerk eine kleine, aber feine Filmreihe im Flensburger Volksbad. Vier Filme mit zukunftsweisenden Botschaften werden im Volksbad ganz umsonst gezeigt – weil Geschichten nun einmal der Kitt unserer Gesellschaft sind. Die ersten beiden Kinoabende gab es  schon im Mai.

Im Juni liegt der Schwerpunkt auf Agrarthemen und ihr könnt euch auf folgende Filme freuen:

20.06. Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen

 

& 27.06. Landstück 

 

Los geht es jeweils um 20 Uhr im Volksbad (Einlass ab 19:30 Uhr). Besucher*innen und Spenden sind unabhängig voneinander herzlich willkommen. – Emma

Posted by:transitioneer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s